Meniskusverletzung
Beim Menschen verfügt jedes Kniegelenk über je zwei Menisken (einen Innenmeniskus und einen Außenmeniskus). Eine Meniskusverletzung (auch als Meniskusläsion bezeichnet) liegt vor, wenn das Gewebe eines Meniskus beeinträchtigt wird. In Abhängigkeit davon, wie eine Meniskusverletzung lokalisiert ist, unterscheidet man verschiedene Formen entsprechender Verletzungen:
Statistisch gesehen ist bei Meniskusverletzungen häufiger der Innenmeniskus betroffen; das hängt unter anderem damit zusammen, dass der Innenmeniskus weniger flexibel ist und so nur eingeschränkt auf Krafteinwirkungen von außen reagieren kann.
Ursachen:
Meniskusverletzungen sind zu einem großen Teil bedingt durch degenerative Prozesse aufgrund von hoher und langer Beanspruchung der Knie. Betroffen sind hiervon beispielsweise Profifußballer, Bergleute oder Gärtner. Fast ebenso häufig ist eine Meniskusverletzung aber auch bedingt durch Dreh- oder Sturzverletzungen, also durch indirekte Gewalteinwirkungen. So bedingte Meniskusverletzungen sind beispielsweise häufig zu beobachten bei Sportlern im Abfahrtski.
Schließlich können Meniskusverletzungen auch entstehen aufgrund von Knochenbrüchen oder aufgrund von angeborenen Fehlformen der Menisken (beide Ursachen kommen in der Praxis allerdings vergleichsweise seltener vor).
Symptome:
Bei einer Meniskusverletzung wird von Betroffenen häufig berichtet über Schmerzen im Gelenkspalt des Knies. Typischerweise führen Bewegungen des Kniegelenks auch zu einer Verschlimmerung der Schmerzen. Entsprechende Kniegelenkbewegungen sind darüber hinaus in der Regel auch nur eingeschränkt möglich.
Therapie:
In der Behandlung von Meniskusverletzungen gibt es die Möglichkeit der konservativen Therapie (also einer Therapie mit Verzicht auf operative Maßnahmen) und der operativen Therapie. Die Entscheidung für eine Therapieform muss dabei jeweils einzelfallabhängig und im Dialog mit einem behandelnden Arzt erfolgen.
Wenn möglich, wird in der Regel angestrebt, eine Meniskusverletzung konservativ zu behandeln, denn ein operativer Eingriff birgt unter anderem das Risiko einer verfrühten Arthrose im Kniegelenk. Im Rahmen einer konservativen Behandlung wird angestrebt, Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit des Kniegelenks wiederzuerlangen. Eingesetzt werden hierzu beispielsweise orthopädische Hilfsmittel wie Kniegelenksbandagen oder Medikamentengaben. Auch physikalische Therapien finden Anwendung. Im Rahmen operativer Maßnahmen wird beispielsweise eine Resezierung des Meniskus durchgeführt.

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