Zum Laufeinstieg: Langsam laufen

Wer mit dem Laufen anfängt, sollte sich besonders an eine Regel halten: Langsam laufen. Gerade Laufanfänger wollen am Anfang zu viel und laufen zu schnell. Neben Frustration über ausbleibende Erfolge, kann sich zu schnelles Laufen auch negativ auf die Gesundheit auswirken. Der richtige Laufeinstieg beginnt über langsames Laufen mit allmählicher Temposteigerung.

Das richtige Tempo

Was heißt nun langsam laufen und wie findet man als Laufanfänger das richtige Tempo? Als Faustregel gilt: Wer sich beim Laufen ohne Atemnot unterhalten kann, läuft im richtigen Einsteigertempo. Bei diesem Tempo kommt die positive Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System optimal zum Tragen.

Eine weitere Möglichkeit zur Tempokontrolle ist eine Pulsuhr. Doch diese haben gerade für Laufanfänger einige Nachteile. Einerseits ist die Vorgabe so langsam zu laufen, dass eine Unterhaltung noch problemlos möglich ist, für den Laufanfänger vollkommen ausreichend. Wird dies befolgt, läuft man automatisch im richtigen Intensitätsbereich. Andererseits muss der Läufer seine maximale Herzfrequenz kennen, um die Pulsuhr sinnvoll einsetzten zu können. Formeln mit der die maximale Herzfrequenz berechnet werden kann, sind nicht individuell und das Ergebnis ist nur als grober Richtwert anzusehen. Damit die maximale Herzfrequenz bestimmt werden kann, sind intensive Testläufe nötig, die ein Laufanfänger wahrscheinlich noch nicht absolvieren kann. Außerdem steigt der Puls bei Laufeinsteigern schon bei einem leichten Anstieg im Gelände oder einer minimalen Tempoerhöhung sehr schnell an. Die Pulsuhr führt dazu, dass man krampfhaft versucht zum optimalen Pulsschlag zurückzukommen, ohne dabei auf die Signale des Körpers zu achten.

Langsam Laufen schützt die Gesundheit

Wer mit dem Laufen anfängt, muss sich bewusst werden, dass sich der Körper erst auf die neue Belastung einstellen muss. Für schnelles Laufen kann der Kreislauf nicht ausreichend Sauerstoff bereitstellen, da die maximale Sauerstoffaufnahme nicht ausreichend entwickelt ist. Auch die Muskulatur, Sehnen und Gelenke müssen sich an die neue Anforderung anpassen. Beim Laufen treten viel höhere Kräfte auf, die es zu absorbieren gilt. Langsames laufen hilft beim Anpassungsprozess.
Zu schnelles Laufen führt meistens zu Muskelkater oder dazu, dass die geplante Laufdauer nicht erreicht wird. Nicht selten führt dies bei Laufanfänger zu Frustrationen und schließlich zur Aufgabe des Laufsports.

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Bernie Bayer

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