Bewegungsablauf eines Läufers
Der erste Fehler, den angehende Läufer häufig machen, ist die Annahme, dass der Bewegungsablauf bei dieser Form des Sports ganz einfach sei. Schmerzende Muskeln, Bänder, Sehnen und Gelenke belehren sie diesbezüglich schnell eines Besseren. Aber soweit muss es nicht kommen, wenn man sich von vorneherein an den richtigen Bewegungsablauf eines Läufers hält. Dieser lässt sich in vier Phasen unterteilen: Andruckphase, Schwebephase, Landephase und Stützphase.
Der Bewegungsablauf eines Läufers: Die Abdruckphase und die Schwebephase
Der Körperschwerpunkt liegt auf dem Auftrittspunkt des gerade führenden Fußes. Der Läufer rollt den Fuß dadurch ab, dass er über Mittelfuß und Fußballen abdrückt. Die Kraft kommt dabei aus dem Bein und der Hüfte. Zu beachten gilt es, dass die gesamte Fußbreite Bodenkontakt hat. Sobald der Fuß den Boden verlassen hat, endet die Abdruckphase und beginnt die Schwebephase. Erstaunlicherweise verbringt der Läufer 70 Prozent eines jeden Laufs in dieser Phase. Für ihn findet meist unbemerkt eine Streckung von Bein und Hüfte statt. Läufer, die nach dem Training Hüftschmerzen haben, strecken oft die Hüfte in der Schwebephase (manchmal auch als Flugphase bezeichnet) nicht genug.
Der Bewegungsablauf eines Läufers: Die Landephase und Stützphase
Beim Landen drückt das Zwei- bis Vierfache des Körpergewichts des Läufers auf dessen Knie-, Hüft-, und Sprunggelenke. Kennzeichen der Landephase ist, dass wenigstens ein Fuß dabei den Boden berührt. Die Landephase geht direkt in die Stützphase über, deren Aufgabe es ist, die Gelenke von dem gewaltigen Druck, der durch die Stützphase entstanden ist, zu entlasten. Der Fuß führt dabei die Bewegungen beim Bodenkontakt. Eingesetzt werden dafür Vorfuß und Mittelfuß. Die Stützphase endet mit einem Abrollen, das bereits wieder zur Abdruckphase gehört. Ein kompletter Bewegungsablauf eines Läufers geht damit zu Ende.

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