Atmung beim Laufen
Für die Atmung beim Laufen gilt die Regel „Laufen ohne Schnaufen“. Mit diesem Spruch wird das Maß kenntlich gemacht, wie die Atmung beim Laufen beansprucht werden soll. Denn die Sauerstoffaufnahme ist für den Energieumschlag im Körper verantwortlich. Übersteigt der Energiebedarf die Lungenkapazität, kommt der Körper in die anaerobe Phase und damit schnell an seine Leistungsgrenze. Die Atmung beim Laufen kann das regulieren.
Atmung beim Laufen – welche Prozesse laufen im Körper ab?
Die Lunge führt den Sauerstoff in die Blutgefäße und in die Muskulatur. Hier findet die Energieproduktion statt. Je mehr Sauerstoff hierher gelangt, desto mehr Energie wird produziert. Damit verzögert sich auch die Laktatbildung. Durch den erhöhten Sauerstoffumschlag werden diese Abbauprodukte der Energiegewinnung schneller über die Venen abtransportiert. Damit steigt die Ausdauer.
Diese Entwicklung kann mit Laufen trainiert werden, denn die Beanspruchung der Lungenkapazität liegt weit unter deren Möglichkeiten. Menschen ohne sportliche Betätigung belasten sie nur zu 40 %. Trainierte Läufer beanspruchen ihre Lungenkapazität bis zum Doppelten dieses Wertes. Die Atmung beim Laufen ist der Garant für Ausdauer und Wohlgefühl.
Atmung beim Laufen – wo liegen die Entwicklungspotenziale?
Oberstes Ziel ist das Erreichen des maximalen Sauerstoffvolumens. Läufer mit hoher Sauerstoffaufnahme verbleiben länger im aeroben Bereich und können so länger und schneller laufen. Dafür muss die Atmung beim Laufen trainiert werden. So gelangen bei jedem Atemzug immer größere Mengen Sauerstoff in die Lunge und verweilen dort länger. Damit werden ungenutzte Lungenbläschen aktiviert.
Die Atmung beim Laufen muss aber auch auf die Zwerchfellatmung achten. Diese aktiviert das untere Lungenvolumen. Mit dem Zwerchfell sind auch die Bänder verbunden, deren Überdehnung das bekannte „Seitenstechen“ auslöst. Mit der Atmung beim Laufen wird letztendlich die gesamte Atemmuskulatur gestärkt, die bei untrainierten Menschen nur schwach ausgeprägt ist.
Atmung beim Laufen – wie trainieren?
Beim Laufen wird erst nach einer halben Stunde das Gleichgewicht zwischen Sauerstoffverbrennung und Sauerstoffaufnahme hergestellt. Das Lauftempo muss wenigstens eine Stunde durchgehalten werden. Dabei werden die Atemzügen verlängert, um mehr Sauerstoff zu nutzen. Das Ziel sind 3,5 Sekunden pro Atemzug. Wird dieses Training kontinuierlich betrieben, stellt sich der Organismus auch auf die erhöhten Anforderungen ein.

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